19. Februar 2016 - Trolli

Kinderheim oder Großeltern? Unfähige Eltern bevölkern Deutschland

Wird ein Unvermögen in der Kindererziehung vererbt oder haben wir es in Deutschland mit Sippenhaft zu tun, wenn es um die Frage geht wer Kinder großziehen darf?

Laut Bundesverfassungsgericht müssen zuerst Großeltern und nahe Verwandte als Pflegeeltern in Betracht gezogen werden, bevor man Kinder zu Pflegeeltern oder ins Heim gibt.

Damit man den Eltern die Kinder entziehen kann, müssen schwerwiegende Gründe vorliegen. Als kindeswohlgefährdend gilt u.a.: körperliche Vernachlässigung, Gewalt, sexueller Missbrauch. Nun frage ich mich, ob ein Großteil aller Einwohner Deutschlands unfähig ist, Kinder groß zu ziehen, weil sie kindeswohlgefährdend agieren.

Das Jugendamt hat im Jahr 2014, laut Statistik, 48059 Inobhutnahmen von Kindern veranlasst. Tendenz steigend. Die betroffenen Kinder wurden größtenteils sofort ins Heim gegeben, ohne die Großeltern oder nahen Verwandten als Pflegeeltern in Betracht zu ziehen. Diese Personengruppe kämpft meist jahrelang erfolglos darum, ihre Enkel und Nichten bei sich aufnehmen zu dürfen.

Wenn ich das lese, stellt sich mir folgende Frage:

Die Großeltern und Verwandten von 48059 Kindern sollen im Jahr 2014, demnach nicht in der Lage sein ihre Enkel oder Nichten zu versorgen, obwohl sie ihre eigenen Kinder groß gezogen haben. Nicht nur die Eltern sollen angeblich nicht fähig sein ihre Kinder groß zu ziehen, sondern auch alle Großeltern und Verwandten der Kinder.
Wenn ein Kind also angeblich schlechte Eltern hat, steht sofort die gesamte Familie unter Generalverdacht einen an der Waffel zu haben ?

Ich stelle mir gerade vor, wie gewalttätige, psychisch kranke Horden an Familienangehörigen die Städte unsicher machen. Im Radio kommt dann die Meldung: ,,Vorsicht, auf der A1 kommt ihnen wieder eine gewalttätige Familie entgegen, sie wissen schon…die gesamte 12 köpfige Familie X, aus Y, denen man die Kinder weggenommen hat.

Gehen wir mal davon aus, dass das Jugendamt gewissenhaft geprüft hat, ob die Kinder ins Heim müssen, da ja die Familienangehörigen und Großeltern angeblich nicht fähig sind die Kinder zu versorgen.

Rechnen wir mal aus wie viele Menschen in Deutschland laut Jugendamtmitarbeiter unfähig sind, Kinder groß zu ziehen. Oder angeblich psychisch krank sind. Triebtäter oder Streithammel sind, die wild um sich schlagen.

48059 Inobhutnahem im Jahr 2014. Jedes Kind hat mindestens einen Vater und eine Mutter. Das sind 48059 Kinder x 2 Eltern. Ergibt 96118 Personen, wenn man Geschwister mal nicht berücksichtigt.

Dann hat jedes Kind noch Großeltern mütterlicherseits und väterlicherseits. Macht 2x Oma, 2 x Opa ergibt 192236 Personen plus die Eltern 96118 ergibt 288354. Zählen wir nun die nahen Verwandten dazu 2 x Tante und 2x Onkel müterlicherseits und väterlicherseits. plus 192236 ergibt 480590.

Nun haben viele Kinder mehre Tanten und Onkel. Nehmen wir eine geschätzte Anzahl von zwei Tanten und Onkels, macht plus 192236, ergibt 672826 Personen die nicht fähig sein sollen Kinder groß zu ziehen.

Jetzt müssen wir noch die Personen aus vergangen Jahren dazu rechnen.
Denn deren Kinder leben ja schon im Heim. Rückführungen in die Familien sind eher eine Seltenheit. Laut Statistik waren es im Jahr 2013, 42123 Inobhutnahmen ,2012 insgesamt 40.227 Inobhutnahmen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht es auszurechnen bis zum Jahr 1995.

Alles zusammengerechnet komme ich auf geschätzte 9 Millionen Personen, die laut Richter und Jugendamtmitarbeitern nicht fähig sind, Kinder groß zu ziehen.

Rechnen wir jetzt noch die Dunkelziffer an Eltern und Verwandten hinzu, die nicht in Erscheinung treten, da sie sich ohne Gericht geeinigt haben bei wem die Kinder leben sollen, schätze ich die Dunkelziffer von „gefährlichen“ Personen weitaus höher ein. Vorausgesetzt man glaubt den „Beweisen“ von vielen Richtern, Verfahrensbeiständen, Jugendamtmitarbeitern und Gutachtern die in vielen Fällen ihre „Fachmeinung“ abgegeben haben.

Seit ich um diese Zustände in Deutschland weiß, schaue ich mich öfter um, wenn ich zum einkaufen gehe. Es könnte ja so eine gewalttätige Oma an der Supermarktkasse hinter mir stehen. Man weiß ja nie.
Letztens hat mir tatsächlich eine Oma an der Kasse ihren Einkaufswagen in meine Hacken geschoben. Da habe ich mich sofort umgedreht und sie angeflaumt: ,,Kein Wunder, dass sie ihre Enkel nicht aufnehmen dürfen. sie sind ja gemeingefährlich.“
Die Oma hat noch was in sich rein gemurmelt. Ich glaube verstanden zu haben „Dich ess ich zum Frühstück.“ „ich bin mir aber nicht sicher.“

Wenn ich den Cousin meiner Freundin so anschaue, scheint er mir auch etwas von einem psychisch Kranken zu haben weil er immer die Ravioli kalt aus der Dose ißt. Dem kann man sicher keine Kinder anvertrauen. Dann lieber doch ins Heim mit ihnen. Da bekommen sie die Pille wenigstens oft schon mit 14 Jahren, wie mir eine Mutter, deren Kinder ins Heim mussten, erzählte. Die Heimleiter haben ihr erzählt, sie hätten nicht die Zeit aufzupassen ob die Kinder in den „Feldern poppen“

Viele Jugendamtsmitarbeiter haben dem Staatsanwalt schon viel Arbeit abgenommen. Sie haben anscheinend nachgewiesen das ca.9 Millionen Personen in Deutschland für Kinder nicht als Pflegeeltern in Frage kommen, weil sie, wie wir ja wissen, Körperverletzung an Kindern machen, Kinder seelisch quälen, Sexualstraftäter sind und psychisch krank sind. Mit erschrecken stelle ich fest, dass dies Personen alle noch frei herumlaufen.

Müssten die Mitarbeiter des Jugendamtes nicht die Adressen dieser Personen an die Staatsanwaltschaft weiterreichen? Sind sie als Bürger nicht verpflichtet Straftaten gegen Kinder sofort anzuzeigen?

Interessant wäre zu wissen warum so viele Richter, Verfahrensbeistände und Jugendamtmitarbeiter immer öfter auf einem unsinnigen Gutachten bestehen, das die „Erziehungsfähigkeit“ der Eltern feststellen soll. Sonderbarerweise fordern sie das in den meisten Fällen von den Großeltern und Verwandten nicht.

Wie kommt die wundersame Erkenntnis der Beteiligten, über die Unfähigkeit der Verwandten, nun ohne Gutachten zustande ? Wir werden es wohl nie erfahren, denn auf Nachfragen bei den verantwortlichen Kinder-ins-Heim-Schickern, bekommt man, wenn überhaupt, häufig Antworten die nicht bewiesen, unfachlich und die so jenseits von gut und Böse sind, dass man verrückt werden könnte.
Vielleicht ist das aber auch Taktik? Gründe aufführen, die so verquirlter Blödsinn sind, dass man den Verstand verliert wenn man zuviel davon lesen muss.
Damit hätten die Verantwortlichen dann sogar Recht, wenn der Gutachter den Eltern bescheinigt, sie und ihre gesamte Familie wären verrückt geworden.
Autorin: Andrea Hinkel

Literaturquellen:
Statistisches Bundesamt, Fachserie 1 Reihe 1.4, 2013, Erscheinungsfolge: jährlich, Erschienen am 5. Dezember 2014, korrigiert am 19. Dezember 2014 (Schaubild 1.1), Artikelnummer: 2010140137004Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Statistik der rechtskräftigen Beschlüsse in, Eheauflösungssachen, (Scheidungsstatistik)
Quelle Internet: <http://de.statista.com/statistik/daten/studie/12982/umfrage/inobhutnahmen-minderjaehriger-durch-jugendaemter/> (aufgerufen am 15.02.2106)
Urteil vom Bundesverfassungsgericht:
Zitat:
(…) 1. Als Großmutter steht der Beschwerdeführerin aufgrund des Schutzes der Familie nach Art. 6 Abs. 1 GG ein Recht darauf zu, bei der Auswahl eines Vormunds oder Ergänzungspflegers in Betracht gezogen zu werden.

(…) „Der Schutz der Familie nach dem Grundgesetz schließt auch familiäre Bindungen zwischen nahen Verwandten ein, insbesondere zwischen Großeltern und ihrem Enkelkind. Soweit tatsächlich eine engere familiäre Bindung besteht, haben Großeltern daher ein Recht darauf, bei der Auswahl eines Vormunds für ihr Enkelkind in Betracht gezogen werden.
Dies hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) festgestellt. Die Vormundschaft oder Ergänzungspflegschaft ermögliche es den Verwandten, das Kind zu sich zu nehmen und in eigener Verantwortung zu betreuen und zu erziehen. Auf diese Weise können sie ihre familiäre Bindung zum Kind fortführen und verwandtschaftlicher Verantwortung gerecht werden. Großeltern und sonstigen nahen Verwandten komme daher bei der Auswahl des Vormunds oder Ergänzungspflegers der Vorrang gegenüber nicht verwandten Personen zu, sofern nicht im Einzelfall konkrete Erkenntnisse darüber bestehen, dass dem Wohl des Kindes, das für die Auswahl bestimmend ist, durch die Auswahl einer dritten Person besser gedient ist (BVerfG, 1 BvR 2926/13).“

Quelle: <https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2014/bvg14-067.html> (aufgerufen am 14.02.2016)

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