9. März 2016 - Trolli

Achtung Satire!

 

Wollten sie schon immer mal so richtig über andere Menschen einen Eimer Dreck auskippen, ohne das man sie dafür zur Rechenschaft ziehen kann?

Wollen sie dabei aber nicht erkannt werden? Wollen sie der Gute sein in einem perfiden Spiel um Geld und Macht?

Dann werden sie Verfahrensbeistand am Familiengericht.

Dort können sie ungeniert über fremde Personen schlechtes schreiben und dazu noch gutes Geld verdienen. Gerade so, wie es ihnen in den Sinn kommt.

Ob verkorkste Kindheit, Geldgier oder Helfersyndrom. Alles beste Voraussetzungen um als möglicher Verfahrensbeistand eine steile Karriere hinzulegen.

Sie mögen keine Männer mit Bart? Prima. Dann haben sie jetzt die Gelegenheit es solchen Schrubberfressen richtig zu zeigen. Schreiben sie den Kindesvater in ihren Berichten kurz und klein.

Sie finden die Kindesmutter arrogant? Na, dann lassen sie sich mal so richtig über sie aus. Schreiben sie frei von der Leber weg. Machen sie aus unbescholtenen Eltern, die sich ums Sorgerecht oder Umgang streiten, Monster, mit denen keiner mehr etwas zu tun haben will. Die eigenen Kinder schon gar nicht.

Dichten Sie den Eltern Dinge an, die sie angeblich mit ihren Kindern gemacht oder nicht gemacht haben, so dass die am Ende selber glauben, sie sind die Hauptdarsteller in einem Zombie-Film.

Erklären sie den Eltern in einem salbungsvollen Ton, dass sie selber gar nicht wissen, wie blöd sie in Wahrheit sind. Matrix lässt grüßen. ein Leben in der Parallelwelt. Vergessen sie auf keinen Fall dabei einen besorgten Gesichtsausdruck aufzusetzen.

Was? Sie haben die Eltern noch gar nicht besucht? Egal, brauchen sie auch nicht. Kräht kein Hahn nach. Denken sie sich einfach etwas aus, was die Eltern angeblich schlecht machen. OK, einen Elternteil können sie ja besuchen damit es nicht ganz so auffällt, dass ihnen das alles Sch….egal ist was die erzählen.

Aber aufgepasst. Fassen sie ihre Lügengeschichten in einen wissenschaftlich klingenden Ton ab.

Satzbausteine eignen sich dafür hervorragend. Geht dann auch schneller. Zeit ist ja bekanntlich Geld.

Wir empfehlen den Bausatz „den Eltern fehlt emotionale Wärme und Vertrauen zu ihren Kindern.“

Schön schwammig und nicht messbar. Aus der Nummer kommt keiner der Eltern mehr raus.

Natürlich sollten sie sich auch eine Webseite zulegen mit einem wohlklingenden Namen.

wie z.B. „Anwalt des Kindes“ immer wieder gerne genommen. Oder Familientrainerin mit angeschlossener Suberviserkacke.

Noch eine Sonnenblume in den Header, eine Grafik mit bunten Händen und dazu ein sinniger Spruch ,,Kinder brauchen Flügel…bla,bla“

Eltern brauchen nix. Schon gar nicht ihre Kinder. Die Eltern gehören eh eingesperrt. Alles Psychos. Und weil das alles so supi flutscht beim Familiengericht, wenn man einmal seinen Fuß in der Tür hat, gehen sie am besten dazu über und machen Werbung. Schleimen sie sich bei anderen Gerichten ein. Baggern sie den Gutachter an und loben sie ihn, wie toll er wieder zwei unbedarfte Eltern zu erziehungsunfähigen Idioten geschrieben hat.

Vergessen sie bei all ihren Vorbereitungen nicht zwischendurch eine Empfehlung ans Gericht zu schreiben. Was? sie haben keine Idee wer die Kinder bekommen soll, weil sie vergessen haben sich alles aufzuschreiben was die Eltern sagen? Wer hat denn gesagt, dass sie sich alles aufschreiben sollen?

OK, hauen sie einfach eine Empfehlung raus. Kind muss dann halt zum Vater. Die müssen auch mal gewinnen.

Keine Angst, die Eltern können ihnen nichts. Anzeigen gegen ihre Lügen laufen ins Leere. Sie befinden sich doch in einem Familiengerichtsprozess. Da kann ihnen als Verfahrensbeistand keiner was. Das Zauberwort heißt „subjektive Meinung“

Sie haben den Vater so schlecht geschrieben, dass er wegen ihnen nur noch begleiteten Umgang bekommt? Ja und, der kann ihnen nix. Das ist doch nur ihre subjektive Meinung, dass der Vater ein Vollhonk ist.

Wie? Die Kindesmutter hat sich darüber beschwert, dass sie ihnen eine psychische Störung anhängen? Na, und, ruhig bleiben, Brauner, die Alte kann dir gar nix. Du kennst doch jetzt das Zauberwort. Das war nur deine „subjektive Meinung“ dass du sie als Ballaballa bei Gericht hinstellt.

Ich darf doch Du sagen?

Die soll sich mal nicht so anstellen, dass man ihr wegen dir das Kind wegnimmt.

Soll sie doch froh sein. Kann sie mal wieder ordentlich arbeiten gehen und Unterhalt abdrücken. Die hat doch schon so faul gekuckt beim ersten Gespräch mit dir. Die will sich wohl mir ihren Blagen auf deinen Steuergeldern ausruhen.

Dein Geld ist schon hart genug verdient. Du bist ja mittlerweile auch Elterncoach, Superviser, Traumatherapeut und Gullibesprecher. Das schlaucht. Aber von nix kommt nix.

Schliesslich muss man den Eltern ja noch weitere Hilfsmaßnahmen aufs Auge drücken, wenn die schon so doof sind und ans Familiengericht gehen.

Wichtig ist, die Berichte über die Eltern immer dann schreiben, wenn dir mal wieder einer quer kam. Dann hast du den richtigen Biss.

Nicht, das du am Ende noch was positives über die Eltern schreibst.

Alle wollen Blut sehen. Du musst dem Gericht schon was bieten fürs Geld.

Was soll dir als Verfahrensbeistand denn schon passieren, wenn du Lügen über die Eltern verbreitest? Denen glaubt doch sowieso keiner mehr, wenn du mit ihnen fertig bist.

Wenn die deine Stellungnahmen anderen Leuten zeigen, dann werden die schon sehen was sie davon haben. Man wird sich seinen Teil über sie denken. Du weist doch wie das mit Behauptungen und Gerüchten läuft. „Da wird schon was dran sein, wenn der Verfahrensbeistand schreibt, das die Mutter ihre Kinder nicht gut versorgt hat.“ haha, immer wieder köstlich, zu sehen wie die Eltern sich den Schädel an der Mauer der Ungläubigkeit aufschlagen.

Aber Achtung! Wenn deine Werbung gut läuft, dann musst du dir einen Elternteil warm halten. Am besten nimmst du den, der dir die Stiefel leckt. Bei dem kannst du direkt deine neuen Freunde mit ihren Hilfsangeboten von den anderen Webseiten ins Spiel bringen. Schick denen mal die Kinder von deinem Stifelleckerhonk zur Therapie. Wird dein Schaden nicht sein.

Pass mal auf, wirst sehen wie das fluppt und die Scheinchen flattern.

Und das Beste kommt ja noch. Du tust etwas für dein Ego. Alle Leute denken, du bist super sozial. Der Kinderretter. Ok, außer die Eltern der Kinder, die du auf dem Gewissen hast. Aber, hey, sei doch mal ehrlich, kannst du was für dieses beschissene System? musst du nicht auch von irgend etwas leben? So wie die ganze Industrie rund ums Kind?

Fuck, jetzt hast du mich fast zum heulen gebracht.

Autorin: Andrea Hinkel

 

 

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